Die Bodenplatte
Hier wird Buchen- oder Eichenholz verwendet, da es nicht sehr biegsam und schwer ist. Bei der Zusammensetzung der Bohlen für die Bodenplatte ist zu beachten, dass die Maserung an der Stirnfläche wechselt, um ein Werfen der Platte zu verhindern. Es empfehlen sich 25mm dicke Tischplatten, die merfach verleimt sind. Spanplatten sind verboten! Auf das fertige Bodenbrett wird von einer Grundrisszeichnung die Bodenplatte im Maßstab 1:1 übertragen und ausgesägt. Nachdem die Öffnung für die Bremse ausgeschnitten wurde, werden die Spaten des Wagenkörpers aufgesetzt und mit der Bodenplatte fest verbunden.
Die Achsen und Räder
Auf das Grundbrett wird eine Mittellinie gezeichnet. Danach werden die Punkte bestimmt, auf denen die Achsen befestigt werden sollen. Beim Montieren der Hinterachse ist zu beachten, dass diese genau mittig und im Winkel von 90 Grad zur Mittellinie angebracht wird. Ein fester Sitz der Hinterachse ist entscheidend für die ruhige Fahrweise und die Sicherheit des Fahrers.
Die Lenkung und Vorderachse
Erfolgsentscheidend ist die Sicherheit der Lenkung!
Die waagerechte Lenksäule muss im Oberteil des Aufbaus befestigt werden. Bei der Vorderachse ist die Bewegungsmöglichkeit durch Feststellschrauben oder Anschläge so zu begrenzen, dass das Achsenende nur 5cm nach hinten schwenken kann. In sitzender Fahrposition (wie in der JUNIOR-Klasse) kann die DSKD-Bremseinheit original eingebaut werden. Nimmt der Fahrer eine liegende Position ein (wie in der SENIOR-Klasse), muss aus Sicherheitsgründen die Bremseinheit folgendermaßen verändert werden: die senkrechte Lenkung wird abgebaut und durch eine waagerechte ersetzt. Die Bremspedale können getrennt nach vorne eingebaut und mit einer Verbindungsstange verlängert werden. Diese Bremse hat durch ihr günstiges Hebelsystem einen relativ kurzen Pedalweg.
Der Luftwiderstand
Der Luftwiderstand ergibt sich aus der äußeren Gestalt der Seifenkiste und soll mittels einer wind schnittigen Kistenform so klein wie möglich gehalten werden.
Die Verkleidung
Für eine sorgfältige Holzverkleidung eignen sich sehr gut Platten und Leisten aus Sperrholz oder Hartfaserplatten. Schnittmuster aus Pappe erleichtern das Ausschneiden von genau passenden Stücken. Wenn das Material vor dem Biegen gut angefeuchtet, in nassem Zustand auf den Wagen angepasst und mit Zwingen und Nägeln festgehalten wird, dann behalten die Platten nach dem Trocknen die gewünschte Form. Bei dieser Bauweise ist besonders auf das Gewicht zu achten.
Die Lackierarbeiten
Zum Verstreichen der Fugen auf der Grundfläche eignet sich Spachtelkit. Harzige Stellen im Holz müssen mit einer Schnelllackschicht isoliert werden. Die gesamte Wagenverkleidung wird mit Spachtelmasse behandelt und danach glatt geschmirgelt. Der Grundanstrich erfolgt mit einer Grundierfarbe, die mit dem Fertiglack abgestimmt sein muss, um späteren Problemen vorzubeugen. Naturölfarbe, Kunstharzlacke oder Nitrolacke dürfen untereinander nicht vermischt werden. Die Farbe wird gleichmäßig aufgetragen. Ist die Oberfläche trocken, wird sie erneut geschliffen und der Hauptanstrich aufgetragen. Es empfiehlt sich, über den Hauptanstrich noch einen dem Grundton entsprechenden Lack schnell und dünn aufzutragen. Fremdkörper im Lack sind am besten nach dem Trocknen mit Sandpapier zu entfernen.
Detaillierte Bauanleitungen und –pläne gibt es beim Deutschen Seifenkisten Derby e.V. und im GZ-Ziegenbrink.
Kontaktadresse DSKD:
Organisationszentrale Deutsches Seifenkisten Derby e.V.
Hauptstraße 30
54340 Klüserath/ Mosel
Tel. 06507/ 99166, Fax 06507/ 99167
www.dskd.org
|