Bei offiziellen Rennen gilt das Reglement
des Deutschen Seifenkisten Derbys e.V. (DKSD), welches den Siefenkstensport
in zwei Klassen einteilt: Junior und Senior.
Die Kisten für beide Klassen werden in Eigenregie von Jung
und Alt gebaut, was immer für ausgiebigen Spaß sorgt.
Direkt zu: JUNIOR-Klasse
| SENIOR-Klasse | ELITE XL
| FUN-Klasse | RoadRunner
Die JUNIOR-Klasse
Diese Klasse gilt für alle jungen Fahrer von 8 bis 12 Jahren.
Die Kisten sind in der Form alle gleich – nur bei der farblichen
Gestaltung ist die Fantasie gefragt. In der JUNIOR-Klasse wird sitzend
gefahren.
Der Fahrer sitzt tief gebückt in der Kiste und schaut über
den oberen Rand der Kiste heraus, um so windschnittig wie möglich
zu sein.
Die SENIOR-Klasse
Hier gehen die Piloten von 10 bis 18 Jahren an den Start.
Diese Kisten haben ebenfalls strenge Vorschriften, nur zur Gestaltung
sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Beim Bau der SENIOR-Kisten
ist handwerkliches Geschick gefordert.
Sie werden außen mit Kunstharz geformt und selten mit Holz
verkleidet. Die meisten SENIOR-Kisten werden als 'Liegekisten' gebaut.
Die Fahrer liegen während der Fahrt auf dem Rücken in
der Kiste, denn je tiefer der Fahrer in der Seifenkiste liegt, desto
windschnittiger und somit schneller ist das Gespann. Natürlich
müssen sie noch etwas sehen können, denn die Kiste muss
ja auch gelenkt und gebremst werden können.
Die Klassenteilnahmeberechtigung beginnt mit dem Tag, an dem der Teilnehmer 8 bzw. 10 Jahre alt wird und endet am 31.12. des Jahres, in dem der Teilnehmer 12 bzw. 18 Jahre alt geworden ist. Für beide Klassen ist die erreichte Geschwindigkeit ausschlaggebend für die Wertung.
Die ELITE XL
Die ELITE XL ist für besonders große und kräftige
Piloten der SENIOR-Klasse eingeführt worden. Einstiegskriterien
für die Piloten wurden wie folgt festgelegt:
Die Piloten müssen mindestens 13 Jahre alt sein und eine Mindestgröße
von 175 cm bei den Mädchen und 180 cm bei den Jungen oder ein
Mindestgewicht von 60 kg bei den Mädchen bzw. 65 kg bei den
Jungen haben.
Um nun die Chancengleichheit von “groß und Schlank”
zu “klein und kräftig” zu erhöhen wurden für
diese neue SENIOR-Kiste Umfangsmaße im vorderen Bereich und
vor dem Einstieg festgelegt. Es wurden zwei Mindesthöhen und
eine Differenzhöhe zwischen Einstieg und Heck in die Vorschrift
aufgenommen.
Das maximale Gesamtgewicht beträgt 125 kg und die vordere Achslast
darf 45 kg (ab 2007:55kg) nicht unterschreiten. Ausnahme: Wenn ohne
Gewicht gefahren wird und das Gesamtgewicht überschreitet dabei
bereits 120kg.
Die Gesamtlänge beträgt 235 cm, wobei die Hinterachse
auf 200 cm, vom Bug gemessen steht.
Die FUN-Klasse
Piloten von 8 bis 88 Jahren, die nicht nur Spaß der an dem
Rennereignis, sondern auch an den möglichst originellen Eigenbauten
haben, treten in dieser Klasse an.
Vordergründig in der Bewertung ist hier die äußere
Gestaltung der Kiste, die Schnelligkeit wird nur zu einem Prozentsatz
in das Endergebnis eingerechnet.
Die FUN-Klasse ist keine offizielle Wertungsklasse des DSKD, jedoch
müssen die Räder der DSKD-Norm entsprechen.
Die Wertung ergibt sich aus 3 Komponenten:
- 70%: Meinung der Zuschauer, die per Stimmzettel abgegeben wird
- 15%: Fachjury bewertet Aussehen der Kisten und Kostüme der
Pilot/innen
- 15%: ermittelte Geschwindigkeit der Kisten
Die ROADRUNNER-Klasse
Auf Anregung von Teilnehmern der letzten Jahre hin wurde diese neue
Klasse eröffnet und findet dieses Jahr erstmalig statt. Tempo-Freunde,
die weniger Wert auf die äußere Ästhetik der Kisten
legen, fahren in dieser Klasse. Es gelten keine Normen, für
die Bewertung zählt lediglich die gefahrene Geschwindigkeit.
Wie auch die FUN-Klasse ist die ROADRUNNER-Klasse keine offizielle
Wertungsklasse des DSKD.
Für die Wertung zählt in dieser Klasse ausschließlich
die erzielte Geschwindigkeit.
Die DSKD-Bauregeln sind im einzelnen im Internet unter www.dksd.org nachzulesen.
Im Gemeinschaftszentum Ziegenbrink sind Bauanregungen erhältlich und Prototypen ausgestellt. Große Kettcars, die speziell umgebaut werden, wie auch der Junior-Bausatz des DSKD empfehlen sich hierfür. |